Datenrettung fürs Handy


Mobiltelefone sind in den letzten Jahren immer leistungsfähiger geworden. Dank technisch anspruchsvoller Funktionen wie beispielsweise hochauflösenden Digitalkameras, der Möglichkeit der Videoaufnahmen und vollwertigen integrierten MP3-Player-Funktionen verwandeln sich Handys immer mehr in zuverlässige Mehrzweckgeräte, die die Funktionsweisen vieler anderer Geräte in einem Gehäuse vereinen.

So wundert es kaum, dass Mobiltelefone heutzutage immer häufiger als Datenträger eingesetzt werden. Fast jedes Gerät verfügt dabei über die Möglichkeit der sogenannten Speicherkartenerweiterung. Das heißt, der Anwender kann eine festgelegte Speicherkapazität durch das Hinzufügen einer solchen Karte teils massiv erweitern. Alternativ dazu verfügen einige Telefone bereits vorab über eine umfangreiche Mini-Festplatte, die mehrere Gigabyte an Daten sichern kann. Verwendet werden diese Ablagen meist für unterschiedlichste Multimedia-Dateien, wie beispielsweise Fotos, Videos, Musiktitel und ähnliches. Teilweise nutzen Anwender die umfangreichen Speichermöglichkeiten auch für den Transport von wichtigen Dokumenten.

Die Möglichkeit, eine Vielzahl unterschiedlichster Dateien zu speichern und mobil auf diese zugreifen zu können, birgt jedoch auch eine nicht zu vernachlässigenden Nachteil: Im Falle eines Datenverlusts %u2013 beispielsweise auf Grund einer Beschädigung des Mobiltelefons - gestaltet sich dieser für den Benutzer umso schmerzhafter. Während bei Mobiltelefonen älterer Generationen lediglich gespeicherte Kurzmitteilungen und ähnliches verloren gehen konnten, ist es heutzutage durchaus möglich, dass dem Anwender umfangreiche Datensätze in Größenordnungen von bis zu mehreren Gigabyte verloren gehen.

Folglich gewinnt die Datenrettung bei Mobiltelefonen zunehmend größere Bedeutung. Dabei existieren grundsätzlich mehrere Möglichkeiten, diese durchzuführen. Vorab sei jedoch eines angemerkt: Ist das Gerät zu stark beschädigt, helfen auch die besten Methoden nicht. Aus diesem Grund empfiehlt sich immer eine regelmäßig aktualisierte Datensicherung, beispielsweise auf dem heimischen PC.

Sollte das Handy stark beschädigt werden, lässt sich eine Datenrettung am einfachsten bei Geräten mit erweiterbarem Speicher durchführen. Oftmals bleibt dieser nämlich unbeschädigt %u2013 beispielsweise dann, wenn das Telefon herunterfällt %u2013, während das Handy selber einen größeren Schaden erleidet. Folglich bleiben Daten, die auf der Karte gespeichert sind, unbeschädigt und lassen sich mit Hilfe eines Kartenlesers jederzeit auf einem PC sichern.

Selbst wenn das Telefon äußerlich beschädigt und beispielsweise das Display funktionsunfähig ist, gilt dies noch lange nicht für das komplette Gerät. Aus diesem Grund lassen sich Daten selbst bei teils defekten Handys durch einfaches Ausprobieren retten. Dabei wird das Telefon über ein Datenkabel einfach an einen PC angeschlossen. Sofern sich das Gerät noch einschalten lässt, erkennt der Computer die angeschlossene Hardware mit etwas Glück als Wechseldatenträger, auf den der Benutzer nach wie vor zugreifen kann.

Wem insbesondere Telefonnummern wichtig sind, dem ist eines zu empfehlen: Sofern die Kapazität nicht überschritten wird, sollten diese unbedingt auf der SIM-Karte gesichert wird. Dies birgt ähnliche Vorteile wie das Ablegen anderer Multimediadateien auf der Speicherkarte (so wie oben erläutert): Auch wenn das Telefon selber defekt ist, genügt es oftmals, die SIM-Karte in ein anderes Gerät zu legen, da sie häufig unversehrt bleibt. Mit diesem Handy kann anschließend problemlos auf die Datensätze zugegriffen werden.

Generell gilt also: Nach Möglichkeit sollten wichtige Daten auf externen Trägern wie Speicher- oder SIM-Karten gesichert werden. Selbst wenn das Handy funktionsunfähig ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die Karten indes intakt sind und einen Datenzugriff gewähren.